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  scripted reality ...

Zum Hamburger Architektur Sommer 2012 entwerfen wir eine Aktionsreihe, bei der sich die geladenen Künstler_innen sehr persönlich mit Begriffskonglomeraten beschäftigen, die das öffentliche Leben berühren. Dabei widmen sie sich sowohl den offensichtlichen architektonischen Belangen wie Abriss und Neubau, dem sehen und gesehen werden in Theatern, Versammlungsräumen und der Gastronomie. Doch auch dem scheinbar Zufälligen im (halb)öffentlichen Raum, wie dem Verhältnis von öffentlicher und versteckter Kommunikation, der Gartenarbeit, den Brachen und natürlich den Verkehrsmitteln, die die Stadt erschließen, gilt das Interesse. Die einzelnen Nutzungswolken von Stadtraum lassen sich in ihren Überschneidungen nie scharf begrifflich trennen, was uns zur Entwicklung eines Registersystems veranlaßt hat, das – ähnlich den durch eine Legende definierten Zeichen einer Karte – auch die Ränder begrifflicher Unzulänglichkeiten und Grenzüberschreitungen zu anderen Begriffen erlaubt.

Als Basis des Projekts wächst ab Januar 2012 unser Netz-Lesebuch mit individuellen Aufzeichnungen der ausführenden Künstler_innen, beinhaltend ihre Recherchen zum Thema und relationalen Arbeiten in Text, Bild, Ton, Video auf der Internetplattform www.scripted-fidelity.org.

Bisher geladene Künstler_innen,
die je eine Nutzungswolke betreuen:

Eva Ammermann, Sophie Henriette Barniske, Tan Bartnitzki, Claudia Behling, Ralf Jurszo, Astrid Kruse, Ulrich Mattes, Mirko Schwartz, Soleyman, Mathias Will, Insa Winkler.

Weitere Akteur_innen werden im Verlauf des Projekts zur Teilnahme geladen, Kooperationen mit Kolleg_innen aus München und Basel erweitern das Projekt auf andere Stadträume ....

  scripted fidelity - scripted islands

Die individuellen Künstler_innen-Recherchen sind der Aufrichtigkeit der Wahrnehmung verpflichtet: scripted fidelity als Netz-Lesebuch erlaubt, auch Einfälle am Rande, Skizzen, "Gastarbeiten" zu publizieren. Die von den Künstler_innen erarbeiteten "Grundzutaten" werden ab April 2012 im Ensemble zu dreidimensionalen Requisiten verdichtet, die als wandernde Objekte während des Architektur Sommers an den verschiedensten (halb)öffentlichen Orten im Einsatz sein werden.

Ziel sind Choreografien – individuell und im Ensemble – die die Rezeption der Requisiten zelebrieren. Die daraus resultierenden Handlungsformen können sich von der bloßen, scheinbar beiläufigen Aufstellung, z.B. als stummes "Begleitobjekt" beim Besuch einer Veranstaltung, bis hin zur inszenierten Prozession erstrecken oder unvermutet einen temporären Skulpturenpark arrangieren. Die in den Schauobjekten formulierten subjektiven Zugriffe auf (ich zitiere das Schwerpunktthema) "Aneignung, Umgang, Nutzung, Rezeption von Architektur" dienen so im Rahmen des Architektur Sommers als Stellvertreterobjekte, die Meinungen markieren, "Freiräume vor Ort" besetzen oder Geschichten erzählen. So gesehen sind sie ein Materie gewordenes Gedankennetz, das mal an die frische Luft muss, oder auch nur das Tamagotchi an der Leine, mit dem Herrchen/Frauchen "fishing for compliments" betreiben. Selbstredend stumme Kommentare zum "wo, wie und warum gebauter Umwelt", bilden sie selbst einen "Kanal" für verstehende und missverstehende Kommunikation zwischen Planern und Nutzern und – häufig verstiefmütterlicht – zwischen Nutzern und Nutzern des Stadtraums. Die einzelnen Choreografischen Inseln werden unter dem Titel scripted islands ausgeführt und veröffentlicht.
www.scripted-islands.org

Premiere der ersten Choreografien wird die Eröffnungsveranstaltung des Architektur Sommers 2012 sein. Weitere drei angekündigte Veranstaltungen werden folgen, zusätzlich wird unangekündigt im Stadtraum "performt". In der zweiten Jahreshälfte sind wir zu Gast in München im Rahmen des 25jährigen Bestehens der Choreografen-Vereinigung tanztendenz.

Zum Jahresende wird es eine mehrtägige Abschlußveranstaltung geben, die das Jahresprogramm noch einmal gebündelt in "Dry- and Wetware" vor- und aufführt ...

Gefördert durch die Kulturbehörde Hamburg