Aktuelle Mitteilung


Projekte 2005 bis 2016

scripted islands
scripted fidelity
Die Nacht und das Flüstern
balkoniade (& knapp daneben)
Hamburger Waschhaus
artists cube - public cube
treppenspiele

Über KiöR e.V. / AG KiöR

Arbeitsfelder
Kooperationen / Förderer

Archiv

Projektseiten

Impressum | Kontakt


  Geschichte der Initiative KiöR

Im Winter 2004 / 2005 entstand KiöR als Initiative von Künstlerinnen und Künstlern aus dem Atelierhaus Dosenfabrik in Hamburg.

Im April 2005 wurde der Verein KiöR e.V. gegründet und beim Amtsgericht Hamburg als gemeinnützig eingetragen. Er wird seitdem von Künstler_innen für Künstler_innen geführt.

Der Name leitet sich ab vom Behördenkürzel für "Kunst im öffentlichen Raum", und drückt auch die Kritik an der Hansestadt Hamburg aus, dass das ehemalige Vorzeigemodell heute nur noch sporadisch und funktional in den Investitionsquartieren gepflegt wird, die "alten" Quartiere Hamburgs aber weiterhin kaum bis garnicht auf kulturelle Förderung hoffen können. Gründe sind einerseits die seit der Jahrtausendwende drastisch veränderte Lage von "Öffentlichkeit" durch das Internet, aber auch das ohnehin nur von einem kleinen Teil der Künstlerschaft gepflegte Interesse für Urbanität abseits der angesagten Viertel, was sich u.a. in mangelnder Antragsstellung für Projekte im öffentlichen Raum niederschlug. KiöR e.V. arbeitete daher bis 2009 gezielt - zusammen mit Wohnungsgenossenschaften - überall dort in Hamburg, wo "Kunst" eher ein Fremdwort ist ...

Nach der Abwahl des allgemein als "kunstfern" zu bezeichnenden konservativen Hamburger Senats und den veränderten Vernetzungsstrategien der Künstler*innen Rechnung tragend, reduzierte KiöR e.V. sein lokales Engagement auf die Förderung sozialer Projekte auf der Verwaltungsebene (Wir sind woanders #3 / Stadtmodell Wilhelmsburg / Kunst- und Ateliertage Elbinseln), Künstlerisch orientierten sich die Künstler*innen von KiöR e.V. in den Jahren 2010 bis 2013 überregional und organisierte Kooperationen mit Künstler*innen in Krakau, Basel und München.

things change

Die Mitgliederversammlung vom 29. Dezember 2016 beschloss einstimmig die Auflösung und Liquidation der eingetragenen Vereinsstruktur. Die beteiligten Künstler*innen beschlossen, zukünftige Projekte und Kooperationen als Arbeitsgruppe, AG KiöR zu veranstalten ...

  Die "offene Firma" 2005 bis 2016

Neben unserem Kernanliegen, Kunst im öffentlichen Raum eine Handlunsstruktur zu geben, lagen der Gründung folgende Überlegungen zugrunde: KiöR e.V. soll als gemeinnützige "Firma" die Ausführung auch von Projekten Dritter erleichtern, den Erfahrungsaustausch fördern und als Label für freie Kurator/innen zur Verfügung stehen.

Es scheint heute nicht für alle Bedingungen (auch der künstlerischen Arbeit im "Off") zeitgemäß, einen Verein als "geschlossene Gesellschaft" zu etablieren, insbesondere, wenn es nicht um "Community"-Bildung im engeren thematischen Sinne geht.

Über die Schaffung einer "Heimat" für einen Kreis von Gleichgesinnten hinaus - wie im traditionellen Vereinsleben - bietet jedoch ein gemeinnütziger Verein als "juristische Person" hervorragende Möglichkeiten, die gesellschaftliche Tätigkeit von "Zeitstiftern" in bestimmten "non-profit"-Bereichen nach außen hin besser kenntlich zu machen und zu vertreten als dies Einzelakteuren möglich wäre, insbesondere auch, damit den Akteuren keine Nachteile aus ihrer meist ehrenamtlichen Tätigkeit erwachsen.

So konkretisierte sich der Gedanke, einen Verein als "offene Firma" zu etablieren, die Akteuren als Handlungsbasis zur Verfügung steht, in der freie Projekte realisiert werden können, eine Firma, bei der sich Kunstschaffende, Kunstvermittler und Veranstalter "einstellen" lassen können, um auf Zeit die Struktur für sich selbstverwaltet zu nutzen - natürlich unter der Voraussetzung, dass die Idee des Vereins unbeschadet bleibt.










... Die Auflösung des eingetragenen Vereins KiöR e.V. Ende 2016 trägt dem Umstand Rechnung, dass die Mitgliederversammlung die Idee der offenen Firma als juristische Person – insbesondere mit Blick auf die Hamburger Lokal- und Kulturpolitik – nicht mehr als notwendig erachtet. Zudem etabliert sich eine neue Generation von Künstler*innen in der Hansestadt, die inzwischen ganz andere Kooperationsformen pflegt, als sie noch im Gründungsjahr 2004 "üblich" waren – nicht zuletzt im Rahmen der seither stark individualisierten Vernetzung durch das Internet.